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Samstag, 30. September 2017

Natur und Musik

Habt ihr auch schon gemerkt, dass beides sehr tröstlich sein kann?

Passt aber auf, dass ihr nicht auf den Erinnerungen so herumreitet und nur noch in Tränen badet...

Geht nicht nur die Wege, die ihr mit Eurem Liebsten/ Eurer Liebsten gegangen seid, schlagt neue ein... (im wahrsten Sinne des Wortes)!
Frische Luft kann beleben, neue Ansichten und Entdeckungen sind Teil Eures neuen Daseins und neue Perspektiven.

Hört nicht nur die Musik, die Euer Liebstes geliebt habt, denn das kann sehr schmerzhaft sein! Hört euch nach etwas für Euch Neuem um! Ich bin sicher, es gibt auch etwas Neues für Eure Ohren. Vielleicht ist es so neu, dass es ihm/ihr gar nicht bekannt war. Bestens! Diese Musik gehört ganz allein Euch!

Trotzdem kommt sicher irgendwann der Gedanke: Wie gut hätte dies auch ihr/ihm gefallen... Lasst ruhig die Tränen fließen! Das ist gut so.



Donnerstag, 10. August 2017

Menschen, die es gut meinen: Ablenker

Davon gibt es viele, und wir sind zu Beginn unserer harten Zeit tatsächlich auf sie angewiesen, je nachdem wie sehr es uns umhaut.

Grundsätzlich: Alle meinen es gut!

Trotzdem sind sie unsicher, und trotz allem Gutmeinens klappt es nicht unbedingt gut mit dem Gutmachen...

Deshalb habe ich mir überlegt, unsere Freunde mit ihren Ideen und Auswirkungen zu benennen.

Der Ablenker

Sie denken, es wäre besser, du kämst gar nicht zum Nachdenken, schlagen dir alles von Städtereisen, Shopping bis Kino und Theater usw. vor. Sicher ist es schön nach einer evtl. langen Zeit des Kümmerns nun selbst in einem Urlaub umsorgt zu werden. Wenn nicht grade mit ständigem Programm auf dem Zettel, ist das sicher für eine Zeit erholsam, aber:

Wie soll man sich da in seinem neuen Leben einfinden bzw. einleben ?

Trauer will gelebt werden. Sonst fällt man irgendwann um und ahnt nicht einmal mehr warum. Man könnte sagen, es ist wie eine Art verschleppte Krankheit, um die man sich nicht kümmert.

Nehmt euch die Zeit!


Freitag, 4. August 2017

Das erste Jahr

... heilt nicht alle Wunden, aber sie hilft dennoch. Das berühmte Trauerjahr ist vermutlich eine Art Erfahrungswert eben auch durch viel Zeit gewonnen. Natürlich gilt das nicht für alle Hiergebliebenen.

Man hört auch, dass das erste Jahr sei das Schlimmste, besonders Geburtstage, Jahrestage und was auch immer für Tage... Denkt nicht zu viel drüber nach über diese ersten Tage ohne, sondern macht an ihnen etwas Schönes! Denkt nicht, an dem Tag könnte oder will keiner etwas mit euch anfangen. Dafür sind Freunde oder andere liebe Menschen da. Es muss nichts mit der Vergangenheit zu tun haben, wenn doch, dann quält euch nicht damit. Vergessen werden die Lieben schon nicht. Seid euch gewiss!

Fahrt irgendwo hin, wechselt die Tapeten, gönnt euch etwas. Ihr dürft diesen Tag mögen. Versagt euch nichts!



Dienstag, 9. Februar 2016

Witwengesetz Nr. 2

Nach einiger Erfahrung in unserem neuen Dasein haben wir festgestellt, dass immer wieder Sätze auftauchen, die es wert sind zu Gesetzen zu werden:

"Keine Kompromisse!"


Angst davor? Nein, das kann man doch nicht machen! Man muss doch an die anderen denken...
Halt! Steckt ihr nicht grade in einer Zeit, die euch sehr zu schaffen macht, und das nach einer Zeit, die noch viel schlimmer war?

Irgendwo und irgendwann muss das doch aufhören... oder nicht? Hey, ist das, was ihr da macht, ein Leben, oder ist es nur ein Anpassen oder ein Abstrampeln, um den neuen Alltag zu bewältigen?

Ämter, Versicherungen, Banken, Gerichte - wer auch immer etwas von euch will, muss nicht immer sofort bedient werden. Wer für eure Situation kein Verständnis hat, muss eben ein wenig warten. Nehmt euch Zeit für Dinge, die euch wichtig sind - und nicht eurem Partner, der nun nicht mehr da ist. Ihr seid noch hier, nicht er bzw. sie!

Fahrt in Urlaub! Nein, nein, nicht nur für ein Wochenende.
Kauft euch etwas Schönes! Keine Angebote.
Verbringt einen Tag im Bett, wenn euch danach ist!
Geht in den Wald und schreit ganz laut!
Tankt Kraft!

Mit dieser seid ihr in der Lage nicht nur Nötiges zu schaffen, sondern auch einmal den Spieß umzudrehen. Verlangt auch einmal etwas von dem jeweiligen Gegenüber! Stellt alle Fragen, die ihr habt! Geht ihm ruhig auf die Nerven. So kommt zu eigener Sicherheit...

Montag, 25. Januar 2016

Drüber reden...

Manchmal wollen wir, die wir immer noch da sind, und manchmal nicht. Wartet ab, aber schaut dabei bitte nicht wie ein Kaninchen, das wie hypnotisiert vor der Schlange sitzt. Wir sind keine Außerirdischen und wollen manchmal einfach nur Teil eines normalen Leben sein - und sei es nur, dass wir euch und eurer Familie zuhören. Diese Normalität mit allen Aufs und Abs sind oftmals eine Erholung, weil wir nicht daran denken müssen, was in unserem Leben passiert. Lasst uns unseren kleinen Urlaub bei euch!

Wenn wir reden wollen, tun wir das schon irgendwann.

Auf der anderen Seite ist es auch wichtig, dass ihr unseren "verlorenen Schatz" nicht verdrängt. Das macht es uns nicht leichter, sondern eher etwas ungehalten. Sprecht ruhig über ihn, erinnert euch an das Schöne, denn mit dem Ende hatten wir schon genug zu tun und zu kämpfen. Zeigt uns, wie sehr ihr ihn geschätzt habt. Nein, tut das nicht den ganzen Tag/Nachmittag/Abend, denn das schlaucht uns gewaltig. Gleichzeitig fragen wir uns uns, ob wir uns nur noch über ihn idenfizieren, und genau das ist für die Zukunft unmöglich.
Versucht das richtige Maß zu finden. Ich bin sicher, wir helfen dabei.