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Samstag, 30. September 2017

Natur und Musik

Habt ihr auch schon gemerkt, dass beides sehr tröstlich sein kann?

Passt aber auf, dass ihr nicht auf den Erinnerungen so herumreitet und nur noch in Tränen badet...

Geht nicht nur die Wege, die ihr mit Eurem Liebsten/ Eurer Liebsten gegangen seid, schlagt neue ein... (im wahrsten Sinne des Wortes)!
Frische Luft kann beleben, neue Ansichten und Entdeckungen sind Teil Eures neuen Daseins und neue Perspektiven.

Hört nicht nur die Musik, die Euer Liebstes geliebt habt, denn das kann sehr schmerzhaft sein! Hört euch nach etwas für Euch Neuem um! Ich bin sicher, es gibt auch etwas Neues für Eure Ohren. Vielleicht ist es so neu, dass es ihm/ihr gar nicht bekannt war. Bestens! Diese Musik gehört ganz allein Euch!

Trotzdem kommt sicher irgendwann der Gedanke: Wie gut hätte dies auch ihr/ihm gefallen... Lasst ruhig die Tränen fließen! Das ist gut so.



Samstag, 26. August 2017

Menschen, die es gut mit einem meinen: Verdränger

Es gibt sicher auch in eurem Umfeld Menschen, die sich in eurer harten Zeit nicht melden, obwohl sie sonst immer wieder da waren, euch besuchten oder anriefen. Aber plötzlich sind sie stumm.

Dann ist es an euch und eigentlich auch an jenen Verdrängern zu überlegen, ob ihr diese Mauer, die mit dem Verdrängen und eben "Nichtmelden" aufgebaut wurde, niederreißen wollt oder nicht.
Schafft es Freundschaft, das "Nicht-Dasein" zu überstehen?

Es gibt auch andere Arten von Verdrängen: Innerhalb eines Gesprächs versucht euer Freund nicht über das Hierbleiben zu reden. Das kann bishin zum Gespräch über das Wetter ausarten, weil mehr einfach nicht außerhalb des Thema Tod geht. Dabei kann sich niemand wohl fühlen.

Auch hier seid ihr Hiergebliebenen oder die "Wetterfrösche" gefordert den Teich zu umwandern...

Doch, das geht!

Wagt eine Frage, wie "Wie geht's dir heute?" Ich bin sicher, dass man damit schon das Eis brechen kann, wenn der Hiergebliebene selbst nicht zu macht.

Seid mutig und fragt weiter, auch wenn das Gegenüber in Tränen ausbricht. Wir kennen das. Tränen können das Eis brechen, und letztendlich erleichtern sie. Warum nicht auch den Fragenden, denn jetzt seid ihr wieder ganz nah beieinander.


Mittwoch, 23. August 2017

Selbst werden

Grade bei langjährigen Partnerschaften fällt es dem Hiergebliebenen schwer, sich selbst aus eben jener "herauszuschälen".

Ohne diese Eigenständigkeit, die man erst einmal als solche erkennen und entdecken (sich selbst und seine ureigensten Wünsche und Bedürfnisse) muss, kommt man aus der Trauer nicht heraus. Findet heraus, was ihr mögt und was nicht. Vielleicht findet ihr heraus, dass es ganz andere Dinge sind, die ihr lange nicht gemacht habt, die euch aber Freude bringen. Macht genau das!

Schreibt euch eine Liste mit Aktivitäten, die euch Freude bringen, ganz allein euch. Es geht hier nicht um die Wünsche eures verstorbenen Partners oder jene eurer Freunde, die evtl. mitkommen könnten... ja, es ist eine Art Freischwimmen, die ihr da bewältigt.

Wenn ihr euch das jetzt vielleicht noch nicht vorstellen könnt, dann wartet ab, einen Monat, ein halbes Jahr, ein ganzes... kommt Zeit, kommt Freude wieder in euer Leben...

Sonntag, 23. Juli 2017

Etwas schaffen

Hat euch mal jemand den Tipp gegeben, aufzuschreiben, für was ihr in eurem Leben dankbar seid?

Das ist ganz gut und schön, kann jedoch eine große Sammlung von Dingen werden, die andere für dich getan haben, und das kann so geballt nicht nur zu Dankbarkeit führen, sondern auch zu einem schlechten Gewissen. Das müsst ihr nicht haben, denn letztendlich gehören auch zum Helfen immer zwei: einer, der sich helfen lässt und der andere, der ganz freiwillig seine Hilfe anbietet.

Aber wäre es nicht besser, wenn man nicht nur die Taten anderer sehen würde, sondern auch die eigenen...?

Wandelt den Tipp einfach ab und schreibt täglich 3 Dinge auf, die ihr selbst geschafft habt. Und wenn es nur das Kaffe kochen ist...

Diesen Tipp könnt ihr gern an alle (auch Nichttrauernde) weitergeben, für die das Glas immer halbleer statt halbvoll ist.


Üble Überraschungen

Es gibt eine Menge lieber Menschen, die es mit uns einfach nur gut meinen. Sie fragen sich ganz bestimmt intensiv, was uns trösten könnte...

Nein, es ist nicht der Blumenstrauß oder die Pralinenpackung, nein. Es sind z.B. die Fotos von unseren Liebsten, die plötzlich auf dem Tisch liegen oder Ton- u d Filmdokumente, die wir vielleicht noch nie oder ewig nicht gesehen haben.

Sie sollen eigentlich trösten, aber - überraschend aufgetaucht - erreichen sie bei mir das Gegenteil: Sie hauen mich erst einmal um. Mit den folgenden Tränen muss das Gegenüber erst einmal zurechtkommen, und das ist gut so.

Also, ihr Lieben, kündigt eure wohlgemeinten Überraschungen erst einmal an und lasst die Trauernde/ den Trauernden selbst entscheiden, ob sie dies oder jenes sehen wollen oder können.

Danke.

 

Freitag, 21. Juli 2017

Buchtipp

Achja, es gibt viele, und sicher ist dieses auch nicht für jeden bzw. jede etwas, aber ich finde es gibt einige gute Erklärungen für eigene Eindrücke, die einen fühlen lassen, dass man nicht allein ist...

Option B: Wie wir durch Resilienz Schicksalsschläge überwinden und Freude am Leben finden

  

Der Blick ins Buch lohnt sich schon einmal...