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Samstag, 19. August 2017

Arten der Trauer: Träume

Wie soll unser Hirn von jetzt auf gleich begreifen, dass unser Liebstes nicht mehr da ist, wenn wir mit unserer Rationalität es kaum begreifen?

Wundert euch also nicht über Träume, in denen sie bzw. er noch lebt. Da fängt der Tag im schlimmsten Fall gleich mit Tränen an, oder man versucht diese weitere Episode denen hinzuzufügen, die es in Zukunft nicht mehr gibt. Vielleicht war der Traum ja schön...

Natürlich kann es auch sein, dass ihr Ähnliches noch einmal durchmacht. Es ist, als ob sich alles in etwas anderer Form noch einmal wiederholt. Ja, da sind das Aufwachen und die Aktivität des Tages tatsächlich sehr erstrebenswert, nicht wahr?

Unter Unterbewusstsein muss der Realität erst einmal hinterherkommen...


Dienstag, 25. Juli 2017

Gar nicht weg!

Besonders wenn wir unser Liebstes in Krankheit begleitet haben und wir mit Hilfe unseres körpereigenen Adrenalins super funktionieren, kann es sein, dass es uns zunächst gar nicht so vorkommt, dass es nicht mehr da ist. Schließlich haben wir so viel mitgemacht, und da erscheint einem das ganz normale Leben manchmal erschreckend profan.

Ist euch euer Liebstes sehr nah gewesen, dann könnte es sich tatsächlich noch eine Zeit lang so anfühlen, als wäre es noch irgendwo auf dieser Welt. Ich kann bei mir ziemlich genau ein halbes Jahr verbuchen, indem ich mich nicht gewundert hätte, wenn sich der Schlüssel in der Tür gedreht und mein Mann im bescheidenen regelmäßigen Schritt die Treppe herausgekommen wäre. Genau deshalb hatte ich vermutlich manchmal das Gefühl, dass mich nichts erschüttern könnte - als wenn die Stärke, die einem eine gute Beziehung gibt, immer noch da wäre. Das passte so gar nicht zum tatsächlichen Verlust, und es gab sicher so einige Menschen in meinem Umkreis, die sich dies und das gedacht haben, wenn ich sagte: "Wieso? Er ist doch da!"

Ja, und? Sollen sie doch denken... ;-)